Horror-Date - Cover

Horror-Date

Klappentext

Denk an das schlimmste Date deines Lebens – und du bist noch nicht einmal nahe dran!

Ein ebenso humorvoller wie lebenskluger Roman, eine grandiose Mischung aus Humor und existentiellen Fragen.

“The Walking Date” ist keine normale Dating-Plattform: Hier können sich Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben, ein letztes Mal verlieben. Deshalb hat sich auch der unheilbar kranke Raphael bei TWD angemeldet, und tatsächlich funkt es zwischen ihm und der ebenfalls erkrankten Nala. Vor allem ihre Liebe zur Literatur verbindet die beiden, die sich bislang nur über Nicknames kennen. Am Tag ihres ersten Blind Dates hat sich Raphaels Zustand dramatisch verschlechtert. So überredet er seinen besten Freund, für ihn zu dem Treffen zu gehen: Julius, sportbegeistert, kerngesund und auch sonst das komplette Gegenteil von Raphael (er hat bislang nur die Biographie von Arnold Schwarzenegger gelesen, und auch die nur zur Hälfte!). Raphael zuliebe spielt Julius, der in wenigen Tagen heiraten und eigentlich seinen Junggesellenabschied feiern wollte, widerwillig den Schwerkranken – und das schlimmste Horror-Date aller Zeiten nimmt seinen Lauf …

  • Autor: Sebastian Fitzek
  • Verlag: Droemer Verlag (30. April 2025)
  • ISBN: 978-3426561195*
  • Preis: 16,99 Euro

Bewertung

Bewertung: 5 von 5.

Fitzeks dritter „Keinthriller“ mit dem Titel „Horror Date“ ist eine absurd-komische Verwechslungsgeschichte mit einem sehr ernsten Kern: Liebe, Sterben und die Frage, was du mit der Zeit anfängst, die dir bleibt. Die Geschichte schwingt bewusst zwischen leichter Unterhaltung und Augenblicken, die dich überraschend nachdenklich stimmen.

Raphael steht im Mittelpunkt. Er ist unheilbar krank und meldet sich auf der Dating-Plattform „The Walking Date“ an. Diese bietet eine letzte Gelegenheit für Menschen mit wenig verbleibender Lebenszeit, sich zu verlieben. Als Raphaels Zustand schlimmer wird, schickt er seinen besten Freund Julius zum Treffen, einen erfolgreichen, kerngesunden Start-up-Millionär. Dieser Mann muss nun widerwillig den Schwerkranken spielen. Was als einfacher Gefallen startet, mündet in eine Kette immer skurrilerer Situationen, Lügen aber auch Verstrickungen, die Fitzek mit kurzen Kapiteln und seinem typischen Cliffhanger-Tempo gestaltet.

Horror Date

Das Buch überzeugt, wo es Humor und existenzielle Fragen verknüpft: Die Idee von „The Walking Date“ erscheint originell – viele Dialoge bewegen sich zwischen schwarzem Witz und echter Verletzlichkeit. Viele Leser heben hervor, dieses Buch spricht eine seltene, hochmaligne Erkrankung an und macht damit Aspekte palliativer Wirklichkeit sichtbar, die sonst kaum zu finden sind.

Gleichzeitig lebt „Horror Date“ sehr stark von Übertreibung: Die Handlung wird an manchen Stellen derart skurril, einzelne Szenen wirken bewusst überzeichnet und wenig glaubwürdig. In vielen Besprechungen findet sich genau diese zwiespältige Haltung – sie reicht von „unterhaltsam, berührend, mit guten Botschaften“ bis zu „zu viele Zufälle, zu viel konstruiert, nicht mehr mein Fall“.

Wenn Du Fitzeks „Keinthriller“ wie „Elternabend“ mochtest, erhältst Du hier wieder eine Mischung aus absurder Komik, Tempo und emotionalem Einschlag, dazu einen späten Twist, der nicht alle überzeugen wird. Als klassischer Liebesroman funktioniert das Buch weniger, als bittersüße, stellenweise überdrehte Geschichte über Liebe, Angst vor dem Sterben und zweite Chancen aber durchaus.

Mein Fazit

„Horror Date“ stellt einen ungleichmäßigen, aber insgesamt kurzweiligen Roman dar, der großes Gefühlskino, Verwechslungskomödie und ernste Themen in ein bewusst überzogenes Szenario packt. Wenn du bereit bist, die vielen Zufälle und Übertreibungen als Teil des Konzepts hinzunehmen, bekommst du ein unterhaltsames, stellenweise berührendes Leseerlebnis. Wer hingegen Realismus oder leise Töne sucht, blickt eher kritisch auf dieses Buch zurück.


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ein humorvoller „Keinthriller“ über Liebe, Sterben und zweite Chancen. Die Dating-Plattform „The Walking Date“, skurrile Verwechslungen und emotionale Momente machen den Roman unterhaltsam, wenn auch stellenweise überdreht. Eine Rezension für alle, die Fitzeks nicht-thrillige Seite mögen.

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