Kosmos: Fantasy Ink

Klappentext

  • Spannendes Spiel für Zwei mit viel Taktik und Interaktion. 
  • Ein Spiel vom Autor des Spiel des Jahres 2024 „Sky Team“. 
  • Würfel clever auf Karten legen und deinen Fantasy-Wesen Leben einhauchen. 
  • Verschiedene Wege zum Sieg sorgen für abwechslungsreiche Partien. 
  • Liebevoll illustrierte Fantasy-Karten lassen das Thema lebendig werden. 
  • Für zwei Spielerinnen und Spieler ab 10 Jahren.

Bewertung

Bewertung: 3 von 5.

Ein Einhorn oder doch lieber ein Pirat? Bei mir zuhause wird über solche Fragen ernsthaft diskutiert, und genau da wollte „Fantasy Ink“ aus dem Hause Kosmos ansetzen. Das Spiel stammt vom Autor von „Sky Team“, dem Spiel des Jahres 2024, und die Erwartungen waren entsprechend hoch. Umso ernüchterter war ich, als sich nach mehreren Partien einfach kein richtiger Spielfluss einstellen wollte.

Das Grundprinzip klingt auf dem Papier simpel. Aus einem gemeinsamen Vorrat von 15 Würfeln wählt man abwechselnd einen aus und legt ihn auf eine der ausliegenden Karten, um das darauf abgebildete Fantasiewesen zu erwecken: Einhörner, Piraten, Minotauren, Phönixe und viele mehr. Schon beim Einstieg wird es aber unnötig kompliziert: Man zieht vier Karten, behält zwei, reicht zwei an das Gegenüber weiter, und wiederholt das Ganze noch einmal, bis beide Spielbereiche gefüllt sind. In der Anleitung war mir dieser doppelte Auswahlschritt nicht klar genug erklärt, und auch später im Spiel musste ich immer wieder nachschlagen, welche Karte jetzt eigentlich welchen Effekt auslöst. Das hat den Einstieg unnötig schwer gemacht.

Fantasy Ink

Gewonnen hat, wer zuerst 20 Kapitel seines Buches vollendet oder sieben Symbole einer Farbe sammelt. Dazu kommen austauschbare, teils zufällige Siegbedingungen, die eigentlich für Abwechslung sorgen sollen. Bei uns haben sie aber vor allem dafür gesorgt, dass wir uns während der Partie ständig fragten, worauf wir gerade eigentlich hinspielen. Statt eines runden Spielgefühls entstand bei mir eher das Gefühl, mehrere halbfertige Ideen gleichzeitig im Kopf jonglieren zu müssen. Die Interaktion durch die Kartenvergabe ist zwar spürbar, konnte den insgesamt schwerfälligen Ablauf für mich aber nicht ausgleichen.

Am Material gibt es nichts auszusetzen. Die Illustrationen von Oliver Schlemmer sind liebevoll und der Kartendruck macht optisch etwas her. Genau das macht es umso schade, dass sich das Spielerlebnis dahinter für mich so umständlich anfühlte. Wo andere Zweier-Spiele nach einer Runde sitzen, brauchten wir bei „Fantasy Ink“ mehrere Partien, um überhaupt ein Gefühl für den Ablauf zu bekommen, und selbst danach blieb der Eindruck, dass die Regeln stellenweise komplizierter wirken, als das Spiel dahinter eigentlich ist.

Mein Fazit

Für mich bleibt „Fantasy Ink“ ein Spiel, das hübsch verpackt ist, sich aber nie richtig rund angefühlt hat. Eine klare Kaufempfehlung kann ich deshalb diesmal nicht aussprechen. Wer sich an einer etwas sperrigeren Einstiegsphase nicht stört, mag darin trotzdem seinen Spaß finden, bei mir persönlich hat es einfach nicht gefunkt.


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