Little Addictions

Klappentext

Kleine Fallen – große Wirkung!

Der tägliche Kaffeekick, endloses Scrollen durch Social Media oder der schnelle Frustkauf – scheinbar harmlose Gewohnheiten, kleine Süchte, können sich unbemerkt zu echten Belastungen entwickeln. Catherine Gray eröffnet einen neuen Blick auf die versteckten Zwänge unseres Alltags: Wo sie entstehen, wie sie wirken und warum wir ihnen so schwer entkommen. Mithilfe aktueller Forschung und persönlicher Erfahrungen entwickelt sie konkrete Strategien, wie wir wieder mehr Selbstbestimmung gewinnen – einleuchtend und leicht umsetzbar. Für alle, die den Alltag entschleunigen und sich von kleinen Ablenkungen befreien möchten – mehr Zeit für echte Lebensqualität!

  • Autorin: Catherine Gray
  • Verlag: Heyne Verlag (21. Januar 2026)
  • ISBN: 978-3453607309*
  • Preis: 18,- Euro

Bewertung

Bewertung: 5 von 5.

„Little Addictions“ von Catherine Gray ist ein sehr persönliches, zugängliches Buch über die kleinen Abhängigkeiten, die sich nach dem Abschied von größeren Süchten wie beispielsweise Alkohol ins Leben schleichen – Scrollen, Snacken, Shopping, Workaholismus oder das ständige Bedürfnis nach schnellem Dopamin. Gray, selbst inzwischen 12 Jahre nüchtern, beschreibt ehrlich, wie sie nach dem Alkoholstopp mit neuen kleinen, aber mächtigen Zwängen konfrontiert war, die durch ihren Schneeballeffekt unser Leben enger und weniger frei machen, ohne dass wir es sofort merken. Statt moralisierender Verbote bietet sie einen neugierigen Blick: Was geben mir diese Gewohnheiten wirklich? Was würde passieren, wenn ich sie hinterfrage?

Little Addictions

Das Buch verbindet Grays eigene Geschichten mit Gesprächen mit 24 Expert:innen und Erklärungen zur Dopamin-Dynamik, die hinter diesen Mustern steckt. Besonders gelungen ist, wie sie das Paradox der Schuld beschreibt: Scham verstärkt das Verlangen, während Selbstmitgefühl den Ausstieg erleichtert. Sie zeigt praktische Strategien wie „Dopamin-Shifting“ – also bewusst andere Belohnungen zu finden – und macht klar, warum Ex-Süchtige oft nicht moderieren können oder wie frühes Trinken das Suchtrisiko vervielfacht. Der Ton bleibt dabei humorvoll, hoffnungsvoll und nahbar, ohne in Coaching-Jargon abzurutschen.

Gray betont, dass es keine radikale „gib alles auf“-Lösung braucht, sondern kleine, machbare Schritte: Pausen einbauen, ehrlicher hinschauen, sich nicht schlecht fühlen, weil man überhaupt mit diesen Themen ringt. Wer ihre Bücher zur Nüchternheit wie „The Unexpected Joy of Being Sober“ mochte, findet hier eine logische Weiterentwicklung – weg vom Fokus auf eine Substanz, hin zu den Mustern, die bleiben. Ab und zu wiederholen sich Gedanken, und für eingefleischte Selbsthilfe-Leser:innen wirken manche Narrative vertraut. Gleichzeitig trifft das Buch genau den Nerv bei allen, die sich zwischen „alles okay“ und „richtige Sucht“ wiederfinden.

Fazit

„Little Addictions“ ist ein einladender, ehrlicher Begleiter für alle, die mehr Freiheit von kleinen Zwängen wollen – mit Wissenschaft, Humor und praktischen Ansätzen, die wirklich im Alltag ansetzen.


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