Gemüse und Salat fermentieren

Klappentext

Mit fermentiertem Gemüse & Salat gesünder leben! Fermentieren ist der beste Weg, um Gemüse länger haltbar zu machen. Und das Beste: fermentiert ist das Produkt viel gesünder als roh. Wasser, Salz und Gemüse reichen aus, um Delikatessen wie Kimchi, Senf oder eine unschlagbare Tomatensauce herzustellen. Die Rezepte, manche mit nur einer Zutat, andere mit einer bunten Gemüse-Salat-Mischung, zeigen die große Bandbreite. Mit diesem Wissen wird das Fermentieren zur schnellen Routine, und auch kleinste Gemüsemengen werden zu köstlichen Beigaben zu Brot, Fleisch und Salaten.

  • Autorin: Johanna Handschmann
  • Verlag: Bassermann Verlag (15. März 2023)
  • ISBN: 978-3809445470*
  • Preis: 9,99 Euro

Bewertung

Bewertung: 5 von 5.

Gemüse und Salat fermentieren: Einfach haltbar machen

„Gemüse und Salat fermentieren“ von Johanna Handschmann ist ein handliches Kochbuch für alle, die neugierig aufs Fermentieren sind, aber vor Gläsern, Salzlake und Gärzeiten noch ein wenig Respekt haben. Auf 96 Seiten führt es in die Grundlagen des milchsauren Einlegens ein und versammelt Rezepte für Klassiker, bunte Gemüsekombinationen sowie Würzsaucen und -pasten.

Fermentieren ohne großes Drumherum

Fermentieren klingt nach einem dieser Küchentrends, bei denen man erst einmal eine lange Einkaufsliste und jede Menge Spezialzubehör erwartet. Handschmann setzt erfreulich bodenständig an: Gemüse, Salz und Wasser bilden die Grundlage. Die Einführung erklärt, was bei der Gärung passiert, welche Arbeitsgeräte gebraucht werden und worauf es bei den einzelnen Schritten ankommt. Auch typische Gärfehler und mögliche Abhilfen werden angesprochen. Das nimmt dem Thema etwas von seinem Geheimnis und macht Lust, es einfach auszuprobieren.

Der Rezeptteil ist in vier Bereiche gegliedert: „schnelle Basisrezepte“, „beliebte Klassiker“, „farbenfrohe Kombinationen“ und „Würzsaucen und -pasten“. Damit bleibt das Buch nicht beim vertrauten Sauerkraut stehen, sondern zeigt, wie vielseitig milchsauer eingelegtes Gemüse sein kann. Die Rezepte reichen von einfachen Ansätzen bis zu Mischungen, die unterschiedliche Farben und Aromen zusammenbringen. Für Abwechslung auf dem Teller sorgen auch Würzsaucen und -pasten, die sich als kleine Ergänzung zu einer Mahlzeit anbieten.

Praktisch ist, dass die Rezepte Angaben zu Arbeitszeit, Gärzeit, Lagerzeit und zur passenden Größe des Gärgefäßes enthalten. Dazu kommen Zutatenlisten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Gerade beim ersten Fermentier-Versuch sind solche konkreten Hinweise hilfreich: Man muss nicht gleichzeitig ein Grundrezept, die passende Glasgröße und die voraussichtliche Wartezeit zusammensuchen. Ein Register und eine Tabelle mit Verwendungsmöglichkeiten runden das Buch ab.

Ein Einstieg statt eines Lexikons

Mit seinen 96 Seiten bleibt das Buch kompakt. Das ist ein Vorteil, wenn man eine gut überschaubare Einführung und direkt umsetzbare Rezeptideen sucht. Wer sich eine ausführliche Warenkunde, tiefe Hintergründe zur Fermentation oder eine große Sammlung ausgefallener Varianten erhofft, sollte die Erwartungen allerdings im Blick behalten: Hier geht es vor allem darum, die Grundlagen kennenzulernen und praktisch loszulegen. Der Schwerpunkt liegt auf der Anwendung, nicht auf einem umfassenden Nachschlagewerk.

Auch bei der Bildausstattung gibt es einen kleinen Vorbehalt: Das Buch ist zwar durchgehend farbig bebildert, doch eine Leserrezension merkt an, dass nicht zu jedem Rezept ein Foto vorhanden ist. Wer beim Kochen gern jedes fertige Gericht vor Augen hat, könnte das vermissen. Für die Orientierung sorgen dafür die klar gegliederten Rezepte und die ergänzenden Angaben zu Gär- und Lagerzeit.

Johanna Handschmann bringt langjährige Erfahrung als Hauswirtschaftslehrerin und Fachautorin für Kochbücher mit. Das passt zum pragmatischen Ansatz: Die Erklärungen sollen nicht beeindrucken, sondern beim Selbermachen helfen.

Fazit

„Gemüse und Salat fermentieren“ ist ein übersichtlicher Einstieg für alle, die Gemüse auf einfache Weise haltbar machen und neue Aromen entdecken möchten. Die verständliche Einführung, die klare Rezeptstruktur und hilfreiche Angaben zu Zeiten und Gefäßgrößen erleichtern den Start. Das Buch bleibt kompakt und bietet nicht zu jedem Rezept ein Bild, liefert dafür aber eine vielseitige Auswahl vom Basisrezept bis zur Würzpaste. Wer eine praxisnahe Anleitung statt eines umfangreichen Fachbuchs sucht, findet hier einen angenehmen Begleiter für die ersten eigenen Fermente.


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