Klappentext
Wie wir gut mit AD(H)S leben, auch wenn wir älter werden
ADHS und die zweite Lebenshälfte, dieses Thema findet bislang noch wenig Beachtung bei Betroffenen, Angehörigen und medizinisch oder therapeutisch Tätigen. Doch weil AD(H)S sich häufig nicht verwächst und bei vielen Menschen über Jahrzehnte bestehen bleibt, stellt es auch mit zunehmendem Alter eine andauernde Herausforderung dar. Dieser Ratgeber unterstützt AD(H)S-ler*innen dabei, eine neue, positive Sichtweise auf Neurodivergenz im Alter zu gewinnen. Denn auch ab der Lebensmitte sind Betroffene mit AD(H)S-spezifischen Symptomen konfrontiert, die sich im Lebensverlauf ändern und verschärfen können. Insbesondere, wenn noch keine Diagnose vorliegt oder bislang genutzte Coping-Strategien wegen eingeschränkter Beweglichkeit, chronischen Krankheiten, Renteneintritt u.v.m. nicht mehr wie gewohnt funktionieren. Dr. med. Astrid Neuy-Lobkowicz ist Expertin für ADHS bei Erwachsenen. Ihr neues Buch – gemeinsam mit Co-Autor PD Dr. med. Daniel Schöttle – ist das erste, das sich dem Thema Neurodivergenz in der zweiten Lebenshälfte widmet. Es beschreibt verständlich und empathisch die Veränderung von Symptomen, die Auswirkungen auf den Alltag und die vielfältigen Ressourcen und Lösungsansätze, die jetzt wirklich weiterhelfen und zur Besserung der Lebensqualität beitragen.
Fundiertes Wissen kombiniert mit praktischer Lebenshilfe
- Mit Wissen zu Beruf, Partnerschaft, Familienleben, Gesundheit und Selbstorganisation
- Belastungen reduzieren, eigene Stärken nutzen, die Lebensqualität in jeder Lebensphase verbessern
- Fundiertes Wissen kombiniert mit praktischer Lebenshilfe
- Autorin: Astrid Neuy-Lobkowicz
- Verlag: Kösel Verlag (29. April 2026)
- ISBN: 978-3466348589*
- Preis: 20,- Euro
Bewertung
„ADHS in der zweiten Lebenshälfte“ von Astrid Neuy-Lobkowicz ist ein wichtiger und aufklärender Ratgeber, weil er ein Thema sichtbar macht, das lange übersehen wurde: ADHS endet nicht mit dem Erwachsenwerden und auch nicht mit dem Renteneintritt. Das Buch richtet sich an Betroffene und Angehörige und zeigt, dass sich ADHS-Symptome im Alter oft verändern, verschärfen oder durch Erschöpfung, Desorganisation und Vergesslichkeit deutlicher hervortreten können.
Besonders stark ist der Ton des Buches: nicht defizitorientiert, sondern entlastend und ermutigend. Statt ADHS als etwas zu behandeln, das man „hinter sich lassen“ sollte, vermittelt der Ratgeber eine positive Sicht auf Neurodivergenz in der Lebensmitte und darüber hinaus. Damit trifft er einen Nerv, weil viele Menschen erst spät verstehen, warum sie sich ihr Leben lang anstrengen mussten, um mit innerer Unruhe, Konzentrationsproblemen, Impulsivität oder emotionaler Überforderung klarzukommen.
AD(H)S in der zweiten Lebenshälfte
Inhaltlich überzeugt das Buch vor allem durch seine lebensnahe Perspektive: Es geht um späte Diagnosen, Fehldeutungen, Belastungen in Beziehungen und Beruf sowie um die Frage, wie Entlastung und passende Unterstützung aussehen können. Auch medizinische und therapeutische Hinweise spielen eine Rolle, denn ADHS im Alter ist zwar noch nicht umfassend erforscht, kann aber weiterhin stark belasten und von Behandlung profitieren. Gerade deshalb ist der Ratgeber hilfreich für Menschen, die in der zweiten Lebenshälfte plötzlich merken, dass ihre bisherigen Erklärungen für das eigene Leben nicht mehr ausreichen.
Fazit
Ein kluges, wichtiges und entlastendes Buch über ADHS im späteren Leben, das Verständnis schafft, Selbstzweifel reduziert und Betroffenen eine neue Perspektive eröffnet.
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